Die Stromversorgung entscheidet über Montage, Zuverlässigkeit und laufende Kosten. Wir vergleichen die drei Varianten aus der Praxis, mit rund acht Reolink-Kameras rund ums Haus.
Akku-Kameras wie die Reolink Argus 4 Pro oder die TP-Link Tapo C420 brauchen keine Steckdose. Anschrauben, per App mit dem WLAN verbinden, fertig. Damit der Akku lange hält, schlafen sie die meiste Zeit und wachen erst auf, wenn der Bewegungsmelder auslöst. Eine lückenlose Daueraufzeichnung gibt es deshalb in der Regel nicht, und die ersten Sekunden einer Bewegung können fehlen.
Mit einem kleinen Solarpanel musst du den Akku je nach Standort kaum noch laden. Im Winter und an schattigen Stellen reicht das Panel aber nicht immer.
Keine Kabel, in Minuten montiert. Ideal für Mietwohnung, Gartenhaus oder schwer erreichbare Stellen.
Meist keine Daueraufnahme, der Akku ist im Winter schwächer und die Kamera hängt vom WLAN-Empfang ab.
Diese Kameras hängen an der Steckdose und können rund um die Uhr aufzeichnen. Das Bild kommt per WLAN. Das ist bequem, hat aber zwei Schwachstellen: Am Montageort muss das WLAN stark genug sein, und eine Funkverbindung lässt sich mit einem Störsender unterbrechen. Achte außerdem darauf, ob die Kamera 5 GHz unterstützt. Das 2,4-GHz-Band ist in vielen Wohngebieten stark ausgelastet.
PoE steht für Power over Ethernet. Ein einziges Netzwerkkabel (Cat5e oder besser) versorgt die Kamera mit Strom und überträgt gleichzeitig das Bild, auf bis zu 100 Meter Kabellänge. Dafür brauchst du einen PoE-Switch, einen PoE-Injektor oder einen Rekorder (NVR) mit PoE-Anschlüssen.
Bei uns zuhause sind die Kameras genau so angebunden und zeichnen auf ein Synology NAS auf. Das hat zwei große Vorteile: Die Aufnahmen bleiben im eigenen Netzwerk, und ein Kabel lässt sich nicht einfach per Funk stören. Wer es mit der Sicherheit ernst meint, kommt an einer kabelgebundenen, lokalen Lösung kaum vorbei.
| Akku / Solar | WLAN + Netzteil | PoE (Kabel) | |
|---|---|---|---|
| Montage | sehr einfach | einfach, Steckdose nötig | Netzwerkkabel verlegen |
| Daueraufnahme | meist nein | ja | ja |
| Störanfälligkeit | Funk (WLAN) | Funk (WLAN) | gering |
| Stromversorgung | Akku, optional Solar | Steckdose | über das Netzwerkkabel |
| Ideal für | Mietwohnung, Garten, schnelle Lösung | Innenräume, überdachte Bereiche | Haus und Einfahrt, dauerhafte Lösung |
Genauso wichtig wie der Strom ist die Frage, wo gespeichert wird: auf einer microSD-Karte in der Kamera, in der Cloud des Herstellers (meist mit Abo) oder lokal auf einem Rekorder bzw. NAS. Lokal ist langfristig meist günstiger und datenschutzfreundlicher. Wie wir das mit einem Synology NAS gelöst haben, zeigen wir in unserem Erfahrungsbericht.
Schnell und ohne Kabel: eine Akku-Kamera mit Solarpanel, zum Beispiel unser Testsieger Reolink Argus 4 Pro. Für die dauerhafte, zuverlässige Überwachung von Haus und Einfahrt empfehlen wir PoE, etwa die Reolink Duo 3 PoE. Mehr zur richtigen Montage liest du in 5 typische Fehler bei der Installation.
Power over Ethernet: Ein einziges Netzwerkkabel liefert Strom und überträgt gleichzeitig das Bild. Du brauchst dafür einen PoE-Switch, einen PoE-Injektor oder einen Rekorder mit PoE-Anschlüssen. Das Kabel darf bis zu 100 Meter lang sein.
In der Regel nicht. Um Strom zu sparen, schlafen sie die meiste Zeit und zeichnen erst auf, wenn der Bewegungsmelder auslöst.
Ja, Funkverbindungen lassen sich grundsätzlich mit Störsendern unterbrechen. Deren Betrieb ist in Deutschland zwar verboten, schützt aber nicht vor Missbrauch. Kabelgebundene PoE-Kameras sind hier deutlich robuster.
An sonnigen Standorten meist ja, dann musst du den Akku kaum noch laden. Im Winter, im Schatten oder bei sehr vielen Aufnahmen reicht das Panel aber nicht immer.
Alle Angaben ohne Gewähr und nach unserem Kenntnisstand. Sie sind nicht rechtlich bindend und keine Fachberatung. Technische Daten und Funktionen unterscheiden sich je nach Modell und Firmware, bitte vor dem Kauf beim Hersteller prüfen. Arbeiten an der Hauselektrik gehören in die Hände einer Elektrofachkraft.
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Auf dem YouTube-Kanal @TroskyOnline zeigen wir Kameras im echten Einsatz.